Der Winterweizen EJ 2016

Die Kulturarten:

Wintergerste (kein Anbau mehr, ersetzt durch S.Gerste)

Sommerackerbohnen

(EJ 2017)

Winterraps Winterweizen Sommerackerbohnen Winterweizen Sommergerste

(EJ 2016)         (EJ 2016)                (EJ 2016)                                (EJ 2016)               (EJ 2016)

Winterraps Winterweizen Sommerackerbohnen Winterweizen Sommergerste

 (ab EJ 2004)      (nach W.Raps)                (ab EJ 2013)            (nach S.Ackerbohnen)   (ab EJ 2012)

Der Winterweizen wird nach der für die konservierende Bodenbearbeitung idealen Vorfrucht Winterraps ange- baut. Als Folgefrucht werden Sommerackerbohnen angebaut.

Am 17.07.2015 wurde die Vorfrucht W.Raps (Sorte Sherpa) geerntet.

Zum Vergrößern einfach das entsprechende Foto anklicken.


Foto vom 17.07.2015


Vereinzelt waren in diesem Jahr auch Rapsstoppel mit Symptome der Rapskrankheit Verticillium-Stengelfäule (Verticillium dahliae) zu finden. Auf dem Foto ist sehr gut die braune Verfärbung des Stengels zu sehen. Obwohl schon seid einigen Jahren der Raps nur noch alle 5 Jahre auf der gleichen Fläche steht und konsequent so früh wie möglich nach der Ernte die Rapsstoppel mit einem Mulchgerät zerkleinert wird.


Foto vom 17.07.2015


Rapsstoppel mulchen unmittelbar nach der Ernte.


28.07.2015 Kulturegge mit Strohstriegel, 6,20 m AB, 124 kW Allrad, 15 km/h, 2 cm, 30° schräg zur Hauptarbeitsrichtung.


Foto vom 28.07.2015, nach dem striegeln.


Foto vom 23.08.2015, Rapspflanzen der 2. Auflaufwelle nach dem striegeln. Am 08.09.2015 wurden die Flächen dann mit Glyphosat (360g/l Glyphosat), mit einer Aufwandmenge von 3,0 l/ha und 150 l/ha Wasser behandelt.


Foto vom 18.09.2015

Am 11.09.2015, Stalldungstreuer, 124 kW Allrad, 100 dt/ha Mistkompost R. 5.


08.10.2015 W.Weizen Aussaat, Weizensorte: Akteur, Einstellung an der Drillmaschine: 250 Kf Körner/m2, Saatgutablagetiefe: 2,5-3,0 cm, Lockerungszinken 1. Bohrung, Bearbeitungstiefe: 8,00 cm, Fahrgeschwindigkeit: 12 km/h.


Die Arbeitstiefe des 20 mm breiten Lockerungszinken wird bei der Weizenaussaat unter normalen Bedingungen auf eine Arbeitstiefe von 8 cm eingestellt.


Zur Getreide- und Rapsaussaat wird unter normalen Bedingungen ein 180 mm breites Flügelschar verwendet.


Die Saatgutablage erfolgt in zwei Saatbändern direkt hinter dem Flügelschar, wobei das Saatgut rechts und links des zuvor mit dem Lockerungszinken gelockerten Schlitzes abgelegt wird.


Beim Anbau von W.Weizen nach Raps wird bei bedarf Schneckenkorn gestreut. Das Streuen erfolgte am 14.10.2015 mit Patrol Metapads (Methaldehyd) 4,0 kg/ha, Scheibenstreuer, 15 m AB, 124 kW Allrad, 20 km/h.


W.Weizen am 26.10.2015, nach dem Auflaufen BBCH 10.


W.Weizen am 26.10.2015, nach dem Auflaufen BBCH 10.


Am 31.10.2015 im Stadium BBCH 11, 1-Blattstadium des Weizens wurde bei guten Bedingungen, mit milder Witterung und noch ausreichender Bodenfeuchte mit den Pflanzenschutzmaßnahmen begonnen. Zum Einsatz kommen hier die beiden Boden- und Blattaktiven Mittel: Sumimax (WK E) mit 50 g/ha + Ciral (WK B) mit 25 g/ha, wobei Ciral eine Kombination aus zwei verschiedenen Sulfonylharnstoffen ist.


W.Weizen am 02.11.2015, im Stadium BBCH 11.


W.Weizen am 19.12.2015, im Stadium BBCH 23.


Die N-Startgabe erfolgt mit Ammoniumsulfat-Harnstoff (Piamon 33% N 12% S), 212 kg/ha, 70 kg N/ha und 25 kg S/ha. Mit dem streuen wurde am 16.03.2016, Entwicklungsstadium: BBCH 26, begonnen.


W.Weizen am 16.03.2016, im Stadium BBCH 26.


Die für das Entwicklungsstadium BBCH 25 geplante erste Wuchsregulierung verzögerte sich in diesem Jahr und konnte Witterungsbedingt erst ab dem 08.04.2016 erfolgen. Die Weizenpflanzen befanden sich zu diesem Zeitpunkt schon ab Beginn des Schossen BBCH 30. Pflanzen- schutzmaßnahmen: Wuchsregulierung und Unkrautbe- kämpfung (Nachbehandlung Klettenlabkraut). Pflanzen- schutzmittel: Starane 180 ( WK O) 0,70 l/ha, Cycocel 720 0,75 l/ha.


Foto vom 08.04.2016, Entwicklungsstadium: BBCH 30 (Schoßbeginn, Haupt- und Nebentriebe stark aufgerichtet).


Foto vom 20.04.2016, Entwicklungsstadium: BBCH 32 (Schossen, 2-Knoten-Stadium). Pflanzenschutzmaßnah- men: zweite Wuchsregulierung. Pflanzenschutzmittel: Cycocel 720 0,35 l/ha, Moddus 0,15 l/ha.


Foto vom 21.04.2016, Entwicklungsstadium: BBCH 32 (Schossen, 2-Knoten-Stadium), bei der zweiten N-Gabe mit Kalkammonsalpeter (KAS 27% N), 259 kg/ha, 70 kg N/ha.


Foto vom 21.04.2016, Entwicklungsstadium: BBCH 32 (Schossen, 2-Knoten-Stadium).


Foto vom 09.05.2016, Entwicklungsstadium: BBCH 33-34 (Schossen, 3-4-Knoten-Stadium). Pflanzenschutzmaßnahmen: Fungizidbehandlung (Gelbrost und Septoria tritici). Pflanzenschutzmittel: Bravo 500 (WK M5) 1,00 l/ha, Alto 240 EC (WK G1) 0,40 l/ha.


Foto vom 09.05.2016, Entwicklungsstadium: BBCH 33-34 (Schossen, 3-4-Knoten-Stadium).


Foto vom 25.05.2016, Entwicklungsstadium: BBCH 45 (Ährenschwellen, Blattscheide geschwollen), bei der dritten N-Gabe mit Kalkammonsalpeter (KAS 27% N), 259 kg/ha, 70 kg N/ha.


Foto vom 25.05.2016, Entwicklungsstadium: BBCH 45 (Ährenschwellen, Blattscheide geschwollen).


Foto vom 25.05.2016, Entwicklungsstadium: BBCH 45 (Ährenschwellen, Blattscheide geschwollen).


Foto vom 26.05.2016, Entwicklungsstadium: BBCH 45 (Ährenschwellen, Blattscheide geschwollen).


Foto vom 26.05.2016


Foto vom 31.05.2016, Entwicklungsstadium: BBCH 51-52 (Beginn des Ährenschiebens). Pflanzenschutzmaßnahmen: Fungizidbehandlung und Schädlingsbekämpfung (Gelbrost (Puccinia striiformis), DTR-Blattdürre (Drechslera tritici-repentis), Getreidehähnchen (Oulema melanopus) und Blattläuse Virusvektoren). Pflanzenschutzmittel: Shock Down Pyr.Typ 2 (WK 3A) 0,15 l/ha, Amistar Opti (WK C3 u. M5) 1,25 l/ha, Input Xpro (WK C2, G1, G2) 1,00 l/ha.


Foto vom 22.06.2016, Entwicklungsstadium: BBCH 75 (Mitte Milchreife, Korninhalt milchig).


Foto vom 22.06.2016, Entwicklungsstadium: BBCH 75 (Mitte Milchreife, Korninhalt milchig).


Foto vom 27.06.2016, Entwicklungsstadium: BBCH 75 (Mitte Milchreife, Korninhalt milchig).


Wurzelballen, Ansicht von der Seite.


Wurzelballen, Ansicht von Unten.


Wurzeln, nach dem auswaschen.


Wurzeln, nach dem auswaschen.


Wurzeln, nach dem auswaschen.


Foto vom 20.07.2016, Entwicklungsstadium: BBCH 87 (Gelbreife, Fingernageleindruck bleibt).


Foto vom 20.07.2016, Entwicklungsstadium: BBCH 87 (Gelbreife, Fingernageleindruck bleibt).


Foto vom 07.08.2016, Entwicklungsstadium: BBCH 88-89 (Vollreife, Korn hart, kaum zu brechen).


Foto vom 07.08.2016, Entwicklungsstadium: BBCH 88-89 (Vollreife, Korn hart, kaum zu brechen).


Der W.Weizen wurde ab dem 11.08.2016 durch einen Lohnunternehmer geerntet. Das Stroh wird grundsätzlich gehäckselt und verbleibt somit immer auf dem Feld. Abschließende Zahlen über die Weizenerträge sind zur Zeit noch nicht bekannt, aber die Erträge dürften wohl eher im durchschnittlichen Bereich liegen. Viel Regen, bei einer gleichmäßigen Niederschlagsverteilung ist zwar gut, bei Böden mit nur sehr begrenzter Wasserspeicherkapazität. Aber der Frühsommer und Sommer war einfach zu naß, so das die Weizenbestände nur selten richtig abtrocknen


konnten. Auch an ausreichender Sonneneinstrahlung zum richtigen Zeitpunkt, fehlte es in diesem Jahr. Das dazu geführt hatte das der Weizen auch bei einer dem Witterungsverlauf gut angepaßten Bestandesführung, im bezug auf den Fungizideinsatz, sein Ertragspotenzial letztendlich doch nicht ausschöpfen konnte. Weil zum Zeitpunkt der Assimilateinlagerung in das Korn einfach zu wenig Sonneneinstrahlung und wärme vorhanden war.